Yahoo ist ein Internet-Urgestein, in den Anfangstagen des Webs führte kein Weg an diesem Portal vorbei. Heute ist das natürlich längst nicht mehr der Fall, das Unternehmen kämpft seit Jahren mit wirtschaftlichen Turbulenzen. Die Versuche von Ex-Google-Managerin Marissa Mayer, Yahoo zum Erfolg zurückzuführen, waren bislang wenig erfolgreich. Die Konsequenz: Yahoo steht aktuell zum Verkauf und angeblich hat auch Internet-Gigant Google Interesse. Das wäre natürlich aus gleich mehreren Gründen interessant: In erster Linie stellt sich allerdings die Frage, was Google mit Yahoo will, außerdem würde auch die Konzernchefin Mayer zu ihrem alten Arbeitgeber womöglich zurückkehren. Laut Bloomberg“erwägt“ der Konzern aus Mountain View jedenfalls, ein Gebot für Yahoo abzugeben, die Rede ist von einem Interesse am „Kerngeschäft.“ Derzeit wird vor allem dem US-amerikanischen Telekommunikationsriesen Verizon ein Interesse nachgesagt, dessen Konkurrenten AT&T und Comcast haben sich dem Vernehmen nach bereits dagegen entschieden. Microsoft, das sich 2008 an einer feindlichen Übernahme versucht hat, wird sich acht Jahre später ebenfalls nicht mehr an der Bieterrunde beteiligen.

Time Inc. und mehrere Beteiligungsgesellschaften sollen ebenfalls noch im Rennen sein, in erster Linie dürfte es aber laut Bloomberg auf ein Duell zwischen Verizon und Google hinauslaufen. Verizon ist übrigens im Gegensatz zu Google auch an den Anteilen von Yahoo Japan interessiert, diese will der Suchmaschinenriese jedoch offenbar nicht haben.

Google dürfte auch noch einige Tage mehr Bedenkzeit bekommen, denn laut Reuters hat Yahoo die Frist um eine Woche verlängert. Bisher sollten Interessenten ihre Gebote bis 11. April abgeben, als neuer Termin wird nun der 18. April genannt. Offiziell hat sich das Unternehmen dazu bisher nicht geäußert, was aber nicht überraschend ist, da solche Bietergespräche üblicherweise hinter den Kulissen geführt werden. 

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Nicole